FAQ

FAQ: Hamburg zeigt Haltung

 

Wer hatte die Idee zu diesem Aufruf?

Ursprünglich gab es die Pläne von den Kirchen und die Idee eines Fests der Werte von Anna Gallina. Die Idee, gemeinsam ein kraftvolles Zeichen zu setzen und die Pläne zu verbinden, hat sich bei mehreren Gesprächen im Kreis der Bündnispartner heraus entwickelt

 

Wann und wo findet die Demo statt?

Wir ziehen nach einem ökumenischen Gottesdienst von St. Katharinen zum Fischmarkt – am 8. Juli mittags. Die genaue Route steht noch nicht fest. Sie wird mit der Versammlungsbehörde abgestimmt. Auf unserer Webseite und in den sozialen Netzwerken wird es laufend aktuelle Informationen geben. Wir richten auch einen Whatsapp-Service ein.

 

Mit wie vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird bei der Demo gerechnet?

Wir haben erst einmal 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Wir können uns aber vorstellen, dass noch mehr Hamburgerinnen und Hamburger das Bedürfnis haben werden, am 8. Juli Haltung zu zeigen.

 

Wer kommt für die Kosten auf?

Wir haben im Kreis der Bündnispartner Geld gesammelt. Weitere Spenden nehmen wir gern entgegen. Im Übrigen engagieren wir uns alle ehrenamtlich im Bündnis. Das trifft auch auf die Leute zu, die z.B. die Webseite eingerichtet haben.

 

Ist der Aufruf "Hamburg zeigt Haltung" Teil der Initiative "Haltung.Hamburg"?

Beide Initiativen entstanden parallel und es gibt ideelle Schnittstellen, deshalb ist ja Nikolas Hill auch an Bord. „Haltung.Hamburg“ ist eine Online-Plattform, auf der man unter anderem digital seine Haltung posten und auf eigene Aktionen aufmerksam machen kann. Wir machen eine Aktion und wir nutzen deshalb auch die Plattform von „Haltung.Hamburg“, um für unsere Aktion zu werben.

 

Warum sind seitens der Politik nur Vertreterinnen und Vertreter von SPD und Grünen dabei?

Auch die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP wurden eingeladen, den Aufruf zu unterzeichnen. „Hamburg zeigt Haltung“ versteht sich als breites, zivilgesellschaftliches überparteiliches Bündnis. So haben den Aufruf zum Beispiel auch der ehemalige Erste Bürgermeister Ole von Beust und Dora Heyenn von der Linkspartei sowie viele Menschen unterzeichnet, die gar keiner Partei angehören. Jede und jeder, der am 8. Juli bei unserer Demo Haltung zeigen will, ist herzlich eingeladen.

 

Wodurch unterscheidet sich Ihre Veranstaltung am 8. Juli von den anderen?

1. Wir demonstrieren friedlich und lehnen Gewalt ab.

2. Wir wollen aus Anlass des G20-Gipfels zeigen: Vielfalt, Toleranz, Meinungs- und Pressefreiheit sind universelle, unverhandelbare Werte. Als bunte und weltoffene Metropole ist Hamburg für diesen Appell ein sehr guter Ort. Dieses Statement wollen wir auch den teilnehmenden Staats- und Regierungschefs mit auf den Weg geben.

3. Wir werden nicht nur demonstrieren, sondern auch ein Fest veranstalten.

 

Warum noch eine Demo am 8. Juli? Ist doch inzwischen für alle was dabei.

Es gibt bisher eine große Demo am 8. Juli, die G20 sowie Politik generell ablehnt und sich nicht klar von Gewalt distanziert. Teilweise wird sogar explizit zu Gewalt aufgerufen. Das ist das falsche Zeichen. In unserer Demokratie können wir für unsere Überzeugungen auf die Straße gehen, sie mit anderen diskutieren und für sie einstehen. Gewalt ist für uns kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. Unsere Demo und unser Fest sind ein Angebot an all jene Hamburgerinnen und Hamburger, die am 8. Juli friedlich Haltung zeigen wollen – egal wie sie zum G20-Gipfel stehen.

 

Wie wollen Sie mit ihren Botschaften Putin, Erdogan und Co erreichen? Glauben Sie, dass Sie sie erreichen?

Wir sind nicht naiv. Was auf dem Gipfel geschieht, liegt in der Hand der Bundesregierung. Aber auch die Politiker werden sich die Berichterstattung anschauen und sie werden soziale Netzwerke beobachten. Sie werden also sehen, in welcher Stadt und als Gast welcher Menschen sie getagt haben. Aber: Wer denkt eigentlich an die Menschen, die in ihrem Heimatland wegen ihres Einsatzes für Menschenrechte um ihr Leben bangen oder es sogar verlieren? Wir leben in einer freien Gesellschaft, die die Menschenrechte achtet. Diese Rechte müssen wir verteidigen – das ermutigt weltweit Menschen, standhaft zu bleiben und sich gegen staatliche Unterdrückung zu wehren. Deshalb: Runter vom Sofa! Auf die Straße! Haltung zeigen!

 

Mit Ihrer Veranstaltung sorgen Sie für noch mehr Verkehrschaos und Überstunden für die Polizei. Wie erklären Sie das den Betroffenen?

Wir wollen die Menschen aufrütteln und dazu motivieren, sich für Demokratie, Vielfalt, Toleranz und die Menschenrechte stark zu machen. Von unserer Veranstaltung sollen Zeichen des Respekts, der Zivilcourage und des Friedens ausgehen. Unsere Demo wird die Sicherheitsbehörden nicht über Gebühr belasten und auch unter verkehrlichen Gesichtspunkten wird es nur an einigen Stellen für kurze Zeit Beeinträchtigungen geben.

 

Sind Sie denn nun eigentlich für oder gegen G20?

Wir finden Dialog und Zusammenarbeit in der internationalen Politik richtig. Wir meinen, dass G20 hierzu einen Beitrag leisten kann, gerade weil auch Schwellen- und Entwicklungsländer eingebunden sind. Ausmaß und Standort des Gipfels wird von einigen unter uns auch kritisch gesehen werden. Aber es geht uns vor allem darum, ein Angebot für alle Hamburger zu machen, die friedlich demonstrieren wollen: Für die offene Gesellschaft und gegen nationale Abschottung. Dazu gehört selbstverständlich auch die Kritik an Putin, Trump und Erdogan.